Die ultimative Übersicht für Ihre AEVO-Prüfung

AEVO – AdA-Schein – Ausbilderschein – was ist das?

Wer junge Menschen ausbilden möchte, muss bestimmte Voraussetzungen mitbringen. Die Ausbildereignungsverordnung (AEVO) regelt daher die Qualifikationen der Ausbilder und Ausbilderinnen und gewährleistet eine qualitative Ausbildung in Deutschland. Daher darf nicht einfach jeder ausbilden. Die Rahmenbedingungen für die betriebliche Ausbildung regelt das Berufsbildungsgesetz.

Demnach muss ein Ausbilder fachlich und persönlich geeignet sein, um ausbilden zu dürfen. Die Ausbildereignungsprüfung, auch AEVO-Prüfung, AdA-Prüfung oder Ausbilderschein genannt, muss daher abgelegt werden, wenn Sie in einem der rund 350 anerkannten Ausbildungsberufe ausbilden möchten.

Während der Ausbildung der Ausbilder, kurz AdA genannt, sammeln Sie das nötige Wissen, das Sie für das Bestehen der AEVO-Prüfung vorbereitet und natürlich auch die pädagogischen Fähigkeiten, die im späteren, tagtäglichen Umgang mit den Auszubildenden hilfreich sind. Mit dem Bestehen der AEVO-Prüfung erwerben Sie Ihre bundesweite Ausbildungsbefähigung.

§1 AEVO – Geltungsbereich

Ausbilder und Ausbilderinnen haben für die Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz den Erwerb der berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach dieser Verordnung nachzuweisen. Dies gilt nicht für die Ausbildung im Bereich der Angehörigen der freien Berufe.

Quelle: www.gesetze-im-internet.de

Welche Aufgaben hat ein Ausbilder?

Das Ziel der Berufsausbildung ist es, dass der Auszubildende die berufliche Handlungsfähigkeit erlangt. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass es die Hauptaufgabe des Ausbilders ist, die Lehrinhalte zu vermitteln, die später für die Ausübung des Berufs erforderlich sind. Doch es gibt noch weitere Aufgaben und Pflichten, die ein Ausbilder erfüllen muss.

§ 14 Berufsausbildung

(1) Ausbildende haben
1. dafür zu sorgen, dass den Auszubildenden die berufliche Handlungsfähigkeit vermittelt wird, die zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist, und die Berufsausbildung in einer durch ihren Zweck gebotenen Form planmäßig, zeitlich und sachlich gegliedert so durchzuführen, dass das Ausbildungsziel in der vorgesehenen Ausbildungszeit erreicht werden kann, (…)

Quelle: www.gesetze-im-internet.de

Als Ausbilder haben Sie fachliche, organisatorische und erzieherische Aufgaben.

Zu den fachlichen Aufgaben gehören in erster Linie die Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten des Ausbildungsberufs und von Schlüsselqualifikationen. Das kann zum Beispiel durch die Durchführung von Unterweisungen und betrieblichem Unterricht geschehen.

Zu den organisatorischen Aufgaben gehören zum Beispiel die Erstellung der verschiedenen Pläne in der Ausbildung oder aber auch das Ausbildungsmarketing und die Auswahl von Auszubildenden sowie die Bewertung der Leistungen und Lernfortschritte.

Hierbei arbeiten sie manchmal auch mit den verschiedenen an der Ausbildung beteiligten Stellen zusammen. Das können die Berufsschule, die zuständige Stelle, die Erziehungsberechtigten oder auch die Agentur für Arbeit sein.

Oft wird übersehen, dass der Ausbilder auch erzieherische Aufgaben hat. Das beinhaltet vor allem die charakterliche Förderung und die Förderung der Sozialkompetenz des Auszubildenden. Ganz oben auf der Liste stehen dabei meist Punkte wie Zuverlässigkeit, eine gewissenhafte Arbeitsweise oder Hilfsbereitschaft.

Zum Ende der Ausbildung beraten Sie Ihren Auszubildenden zu seinem weiteren beruflichen Weg oder bereiten eine Übernahme im Betrieb vor. Natürlich können Sie als Ausbilder auch im Prüfungsausschuss oder Berufsbildungsausschuss der IHK oder Handwerkskammer mitwirken. Das ist auch eine großartige Gelegenheit mit anderen Ausbildern in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen.

Mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht und fällt der Unternehmenserfolg. In der Funktion als Ausbilder können Sie deshalb entscheidend dazu beitragen.

Wer darf ausbilden?

Nach § 29 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) ist nicht dazu geeignet auszubilden, wer:

  1. Kinder und Jugendliche nicht beschäftigen darf oder
  2. wiederholt oder schwer gegen dieses Gesetz oder die auf Grund dieses Gesetz‘ erlassenen Vorschriften und Bestimmungen verstoßen hat.

Falls Sie sich also in der Vergangenheit nichts haben zu Schulden kommen lassen was in diese Bereiche fällt, dürfte Ihrer Teilnahme an der AEVO -Prüfung nichts im Wege stehen.

Allerdings dürfen Sie auch nicht automatisch nach Ihrer bestandenen AEVO -Prüfung ausbilden. Wer ausbilden möchte, muss sowohl über das nötige Fachwissen verfügen als auch auf organisatorische, pädagogische, psychologische und rechtliche Kenntnisse zurückgreifen können. Der Ausbildungsbetrieb muss ebenfalls zur Ausbildung geeignet sein.

Seitdem 2009 die AEVO überarbeitet wurde, haben sich auch die Zulassungsvoraussetzungen für die AEVO-Prüfung geändert, sodass im Moment keine gesonderten Voraussetzungen mehr gelten. Sie müssen also auch keine formalen Voraussetzungen erfüllen und es muss auch keine abgeschlossene Prüfung nachgewiesen werden.

Wann dürfen Unternehmen ausbilden?

Um ausbilden zu dürfen, müssen jedoch einige Voraussetzungen beachtet werden.

Zunächst muss der Betrieb in Art und Einrichtung dafür geeignet sein ausbilden zu können. Zum einen muss er über die entsprechenden Maschinen und Arbeitsmittel verfügen und zum anderen auch die organisatorischen Voraussetzungen für eine Ausbildung erfüllen.

Bild von zwei Ausbildern vor dem ComputerEs muss also jemanden im Ihrem Unternehmen geben, der als Ausbilder geeignet ist und über die notwendigen Qualifikationen verfügt. Der Ausbilder muss aber nicht unbedingt auch der Betriebsinhaber sein.

Konkret nehmen Sie zuerst Kontakt mit Ihrer zuständigen IHK auf. Dort prüft man gemeinsam mit Ihnen welche Ausbildungsberufe für Ihr Unternehmen in Frage kommen und wer die Funktion als Ausbilder übernehmen kann.

Als Ausbildungsbetrieb sollten Sie alle Teile der Ausbildung selbst vermitteln können. Ist das nicht möglich, heißt das nicht, dass Ihr Unternehmen als Ausbildungsbetrieb ausscheidet. In diesem Fall kann eine überbetriebliche Ausbildung oder eine Ausbildung im Verbund vereinbart werden. Es werden dann die relevanten Bestandteile der Ausbildung in einem anderen Unternehmen oder einer Einrichtung vermittelt.

Natürlich braucht der Auszubildende auch einen Arbeitsplatz. Werkzeuge oder andere Ausbildungsmittel müssen Sie als Ausbildungsbetrieb dem Auszubildenden zur Verfügung stellen. Diese Kosten kommen, neben der monatlichen Ausbildungsvergütung, ebenfalls auf Sie zu und müssen bei der Planung berücksichtigt werden. Allerdings dürfen Sie auch nicht vergessen, dass der Auszubildende mit seiner Arbeitsleistung auch zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Wie läuft die AEVO-Prüfung ab?

Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Prüfungsteil. Die AEVO-Prüfung ist bestanden, wenn jeder Prüfungsteil mit mindestens der Note „ausreichend“ absolviert wurde. Sie müssen also sowohl im schriftlichen als auch im praktischen Prüfungsteil mindestens 50 von 100 möglichen Punkten erreichen. Liegt also die erreichte Punktzahl in einem der beiden Prüfungsteile unter 50 Punkten, ist die Prüfung nicht bestanden.

Sollten Sie die AEVO-Prüfung nicht auf Anhieb bestehen, kann diese innerhalb eines Prüfungsverfahrens innerhalb von zwei Jahren zweimal wiederholt werden. Ein bestandener Prüfungsteil muss von Ihnen nicht nochmal abgelegt werden, sondern Sie können sich die Leistungen aus diesem Teil anrechnen lassen.

Wenn Sie zum Beispiel in der praktischen Ausbildereignungsprüfung 48 Punkte erreicht haben, müssen Sie auch nur den praktischen Prüfungsteil noch einmal machen, um Ihren Ausbilderschein zu bekommen.

Der schriftliche Teil der AEVO-Prüfung

In der schriftlichen AEVO-Prüfung soll Ihr Fachwissen mit rund 70 Aufgaben im Multiple-Choice-Verfahren überprüft werden. Zu jeder Frage werden mehrere Lösungsmöglichkeiten vorgegeben, von denen dann mindestens eine Lösung richtig ist. Bei mehreren richtigen Lösungen ist die Anzahl der korrekten Antworten bei der Frage angegeben. Ihnen werden jedoch nur die Fragen als richtig anerkannt, bei denen Sie alle richtigen Antwortmöglichkeiten erkannt und angekreuzt haben.

Zu Lösung dieser Aufgaben, stehen Ihnen 180 Minuten zur Verfügung. Die Fragen der schriftlichen AEVO -Prüfung werden aus allen vier Handlungsfeldern der AEVO gestellt:

Bild des Schlüssels zur Punktevergabe in der Ausbildereignungsprüfung

Damit Sie den schriftlichen Prüfungsteil Ihrer AEVO -Prüfung erfolgreich bestehen, müssen Sie mindestens 50 von 100 Punkten erreichen, was der Note „ausreichend“ entspricht. Es gilt dabei der folgende Punkteschlüssel:

Abbildung des Notenschlüssels zur AEVO-Prüfung

Falls Sie bereits erfolgreich eine IHK-Fachwirte-Prüfung abgelegt haben, können Sie sich auf Antrag vom schriftlichen Teil der AEVO -Prüfung befreien lassen. Mit der Anmeldung zur AEVO -Prüfung, müssen Sie hierzu zusätzlich eine Kopie Ihres Fachwirte-Zeugnisses als Nachweis einreichen.

Welche Hilfsmittel in der schriftlichen AEVO-Prüfung verwendet werden dürfen, regelt die IHK in der Hilfsmittelliste. Demnach dürfen nur unkommentierte Fassungen von Gesetzestexten verwendet werden. Klebezettel, Unterstreichungen und Anmerkungen sind zulässig, soweit es sich ausschließlich um Querverweise auf andere Paragrafen handelt.

Der Prüfungsteilnehmer sollte mit der Gesetzessammlung bereits im Lehrgang gearbeitet haben. Es wird expliziert darauf hingewiesen, dass die Aufgaben sind so gestaltet sind, damit deren Lösung auch ohne die Nutzung von Gesetzestexten möglich wäre.

Aus der Erfahrung unserer Prüfungsteilnehmer ist das durchaus möglich. Durch eine gute Vorbereitung sind Sie bereits mit den Inhalten vertraut und fühlen sich mit den Prüfungsfragen sicher.

Weiterhin sind dokumentenechtes Schreibmaterial, ein Lineal und ein netzunabhängiger (nicht kommunikationsfähiger) Taschenrechner in der schriftlichen AEVO-Prüfung zugelassen. (Quelle: Hilfsmittelliste DIHK, Stand 12/2019)

Der praktische Teil der AEVO-Prüfung

§ 4 (3) AEVO

Der praktische Teil der Prüfung besteht aus der Präsentation einer Ausbildungssituation und einem Fachgespräch mit einer Dauer von insgesamt höchstens 30 Minuten. Hierfür wählt der Prüfungsteilnehmer eine berufstypische Ausbildungssituation aus. Die Präsentation soll 15 Minuten nicht überschreiten. Die Auswahl und Gestaltung der Ausbildungssituation sind im Fachgespräch zu erläutern. Anstelle der Präsentation kann eine Ausbildungssituation auch praktisch durchgeführt werden.

Quelle: www.gesetze-im-internet.de

Im praktischen Prüfungsteil sind in der AEVO zwei Alternativen vorgesehen. Es kann zwischen der Durchführung einer Ausbildungssituation oder der Präsentation einer Ausbildungssituation gewählt werden. Im Anschluss an die Durchführung bzw. die Präsentation findet ein Fachgespräch statt.

Für die Durchführung oder Präsentation der Ausbildungssituation stehen 15 Minuten zur Verfügung.

Grundsätzlich liegt die Wahl ob Sie eine Präsentation machen, oder eine praktische Ausbildungseinheit durchführen allein bei Ihnen und dies wird von der prüfenden Stelle nicht vorgegeben. Allerdings zeigt unsere Erfahrungen, dass es sinnvoll ist eine praktische Durchführung zu wählen.

Ebenso dürfen Sie die Ausbildungsmethode für Ihre AEVO-Prüfung frei wählen. Die entscheidende Frage hier lautet: Welche Ausbildungsmethode zu wählen ist sinnvoll?
Die gewählte Methode muss nämlich zum Lernziel passen und bei der Auswahl des Themas ist darauf zu achten, dass Sie es auch in 15 Minuten umsetzen können.

Schwerpunktmäßig sollten Sie sich vor allem bei der Auswahl des Themas für Ihre praktische Durchführung mit den Inhalten des Handlungsfelds 3 „Ausbildung durchführen“ beschäftigen.

Das anschließende Fachgespräch ist dann ebenfalls für nochmal 15 Minuten angesetzt.

Für das Fachgespräch der praktischen AEVO-Prüfung gibt es keinen Fragenkatalog. Im Fachgespräch ist vielmehr die Auswahl und Gestaltung der Ausbildungssituation zu erläutern. Dies bedeutet, dass die Fragen der Prüfer sich auf die individuelle Durchführung der Ausbildungssituation beziehen. Aus diesem Grund kann es keinen allgemeinverbindlichen Fragekatalog geben. Der Prüfungsteilnehmer soll in der Prüfung die arbeitspädagogische Fähigkeit zum selbständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren der Ausbildung nachweisen.

Welche Inhalte werden in den AEVO-Vorbereitungskursen vermittelt?

Aus der Ausbilder-Eignungsverordnung leiten sich ebenfalls die vier Handlungsfelder ab, die in der AEVO-Prüfung abgefragt werden und die ebenfalls in den AEVO-Vorbereitungskursen bearbeitet werden.

  • Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen,
  • Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken,
  • Ausbildung durchführen und
  • Ausbildung abschließen.

Diese Handlungsfelder orientieren sich am Verlauf des Ausbildungsprozesses. Sie lernen also zunächst die Vorteile und den Nutzen betrieblicher Ausbildung kennen, zu prüfen ob die Voraussetzungen erfüllt sind damit Ihr Betrieb (und Sie) ausbildenden dürfen und die Beteiligten der Berufsausbildung kennen.

Im zweiten Handlungsfeld lernen Sie auf Grundlage einer Ausbildungsordnung einen betrieblichen Ausbildungsplan zu erstellen, Sie erfahren mehr über die Kriterien und Verfahren zur Auswahl von Auszubildenden und lernen wie Sie den Berufsausbildungsvertrag vorbereiten.

Das dritte Handlungsfeld nimmt sowohl in der Vorbereitung als auch in der AdA-Prüfung einen wesentlichen Anteil ein. Hier lernen Sie die verschiedenen Ausbildungsmethoden kennen und erfahren, worauf es ankommt, um Auszubildenden die Inhalte erfolgreich zu vermitteln. Sie erfahren, wie Sie die Probezeit organisieren, gestalten und bewerten. Weiterhin lernen Sie die soziale und persönliche Entwicklung von Auszubildenden zu fördern, Probleme und Konflikte rechtzeitig zu erkennen und eine Lösung dafür zu entwickeln.

Während der Bearbeitung des vierten Handlungsfelds beschäftigen Sie sich unter anderem mit der Abschlussprüfung des Auszubildenden und lernen an der Erstellung eines schriftlichen Zeugnisses mitzuwirken. Sie lernen also, wie Sie die Ausbildung zu einem erfolgreichen Abschluss führen.

Für die Vorbereitung auf die AEVO-Prüfung gibt es verschiedene Möglichkeiten und Kurse, mit denen Sie sich vorbereiten können. Präsenzveranstaltungen bei denen Sie zu festen Tagen und für eine vorgeschriebene Dauer zu den Seminaren fahren müssen, können da schon einmal bis zu 1.000 € oder mehr kosten.

Weiterhin gibt es noch Fernkurse, die oft keine Ersparnis in der Zeit oder der Kursgebühr bringen, sondern lediglich in die Inhalte in Papierform zur Verfügung stellen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit sich einige Fachbücher zu kaufen und sich das komplette Wissen für die AEVO-Prüfung anlesen. Doch gerade die praktische Prüfung hat Ihre Tücken, die Sie aus Büchern nur schwer alle selbst erarbeiten können.

Der Vorbereitungskurs von AEVO Online mit qualitativ hochwertigen und bewährten Inhalten sorgt dafür, dass Sie Ihren Ausbilderschein mit bis zu 50% Zeitersparnis erfolgreich bestehen, ohne tagelang in einem Seminarraum sitzen zu müssen.

Die Kosten für den Vorbereitungskurs auf die AEVO-Prüfung von AEVO Online betragen nur 449 Euro (umsatzsteuerbefreit gem. § 4 Nr. 21 a) bb) UStG). In diesen Kosten sind alle Lehrmaterialen mit über 40 Lernvideos, sowie zahlreichen Grafiken und Texten bereits enthalten. Sie bekommen außerdem über 100 topaktuelle und an die bundeseinheitlichen Originalprüfungen der IHK angelehnte Übungsaufgaben.

Selbstständige können die Vorbereitungen auf die AEVO-Prüfung und die Prüfung als Weiterbildungskosten in vollem Umfang von der Steuer absetzen.

Praktische AEVO Prüfung: Durchführung einer Ausbildungseinheit

In der praktischen Durchführung wird einem Auszubildenden in der AEVO-Prüfung eine Ausbildungseinheit von Anfang bis Ende gezeigt. Dabei sollen Sie nachweisen, dass Sie auch komplexe Themen, auf das Wesentliche herunterbrechen können, damit diese ganz einfach für jemanden nachvollziehbar sind, der noch verhältnismäßig wenig (Vor-) Kenntnisse in einem Bereich hat.

Praktische AEVO Prüfung: Präsentation einer Ausbildungseinheit

Die Präsentation ist hingegen die Gestaltung einer Ausbildungseinheit. Darin erörtern Sie dem Prüfungsausschuss, wie Sie eine Ausbildungseinheit mit einem Auszubildenden praktisch durchführen würden. Eine Ausbildungseinheit stellt dabei ein in sich geschlossener, didaktisch gestalteter Ausbildungsabschnitt dar. Sie setzt sich zusammen aus planen, durchführen und kontrollieren.

Für die Präsentation einer Ausbildungssituation in der AEVO-Prüfung kann das Feinlernziel, anders als bei der praktischen Durchführung einer Ausbildungseinheit, mehrere Aspekte enthalten.

Es ist auch möglich, ein komplettes Groblernziel aus dem Ausbildungsrahmenplan in der Präsentation zu bearbeiten. Ein Beispiel dafür ist die Durchführung eines Tagesseminars, in welchem den Auszubildenden kundenorientierte Kommunikation beigebracht werden soll.

Was muss in das Konzept für die AEVO-Prüfung?

Viele Industrie- und Handelskammern sehen die Einreichung eines schriftlichen Konzepts vor. Das von Ihnen erarbeitete Konzept, sollten Sie zur praktischen AEVO-Prüfung in dreifacher Ausfertigung mitbringen. Damit kann sich der Prüfungsausschuss noch besser auf die von Ihnen ausgewählte Ausbildungssituation einstellen. Das Konzept ist jedoch nicht Prüfungsvoraussetzung und wird auch nicht bewertet.

  • Optimalerweise sollte dieses Konzept die folgenden Angaben enthalten:
  • Thema der praktischen Durchführung
  • Begründung Ihrer Themenwahl
  • Angaben zum Ausbildungsberuf und zum Ausbildungsstand des Auszubildenden
  • Beschreibung der Ausbildungssituation und Ausbildungsort
  • Adressatenanalyse
  • Formulierung der Grob- und Feinlernziele inklusive Begründung
  • Begründung der von Ihnen gewählten Methode unter Berücksichtigung von Vor- und Nachteilen
  • Durchführung der Lernerfolgskontrolle
  • Arbeitszergliederung bzw. Verlaufsplanung der Ausbildungseinheit
  • Eingesetzte Medien und Arbeitsmittel

Für das Fachgespräch der praktischen Durchführung der AEVO-Prüfung, gibt es keinen Fragenkatalog. Laut § 4 (3) der AEVO ist im Fachgespräch die Auswahl und Gestaltung der Ausbildungssituation zu erläutern. Daher werden sich die Fragen der Prüfer auf, die zuvor von Ihnen gezeigte Durchführung der Ausbildungssituation beziehen.

So kann es zum Beispiel sein, dass Sie aufgefordert werden, Ihre eben gezeigte Leistung selbst zu reflektieren und Erläuterungen zu Ihrem pädagogischen Handeln zu geben. Ebenfalls können Sie nach alternativen Ausbildungsmethoden oder Vorgehensweisen gefragt werden. Sie sollten auf jeden Fall den Bezug zur Ausbildungsordnung Ihres Themas herstellen können und erklären, wieso Sie die Ausbildungseinheit genauso geplant haben. Weitere Vertiefungsfragen, etwa zu Motivation, Lernschwierigkeiten oder Konflikten können ebenfalls Bestandteil des Fachgesprächs in der AEVO-Prüfung sein.

Bei der AEVO-Prüfung geht es also nicht um perfekt gestaltete Präsentationen, einstudierte Theaterstücke oder Fachvorträge. Vielmehr sollen Sie nachweisen, die arbeitspädagogische Fähigkeit zum selbständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren der Ausbildung zu haben.

Bild zwei Ausbilder vor Computer bei AEVO-Prüfung

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