Sind Sie ein positives Vorbild oder ein abschreckendes Beispiel?

Sind Sie ein positives Vorbild oder ein abschreckendes Beispiel?

In jedem Unternehmen gibt es die Kollegin oder den Kollegen, der am Montagmorgen mit einer Leidensmiene, gefolgt vom einem tiefen seufzen am Arbeitsplatz erscheint, als hätte er bereits einen Orden verdient, an einem Montag überhaupt zur Arbeit gekommen zu sein. Das sind genau die Menschen, die am Dienstag bereits auf den Freitag warten.

Was glauben Sie, wie es auf den Auszubildenden wirkt, wenn diese Kollegin oder dieser Kollege in der Funktion als ausbildende Person nun über mangelnde Motivation spricht? Das Verhalten als Vorbild, hat bereits den Grundton gesetzt, sodass Worte ihre Wirkung verfehlen werden.

Um wirklich glaubhaft zu sein, müssen Ihre Worte und Ihre Handlungen ebenso aufeinander abgestimmt sein wie Ihre Sprache und Ihre Körpersprache. Das lässt sich auch nicht durch geschickte Rhetorik überspielen. Die Auszubildenden durchschauen das ganz schnell und dann haben Sie Ihre Glaubwürdigkeit verloren.

Gerade junge Menschen suchen mit einem Vorbild Orientierung

Gerade junge Menschen wollen in Ihren Vorgesetzten Personen sehen, an denen sie sich orientieren können. Damit die Ausbildung erfolgreich wird, müssen Sie Ausbilderin oder als Ausbilder diese Rolle als Vorbild für sich annehmen. Sie können nicht entscheiden, ob Sie Vorbild sein wollen oder nicht. Die Auszubildenden entscheiden selbst, wen sie für sich als Vorbild wählen.

Abbildung: Fröhliche Frau mit braunen HaarenSie können jedoch sehr wohl entscheiden, was Sie sein wollen: ein positives Vorbild oder ein abschreckendes Beispiel.

Vorbild sind Sie mit Ihrer Pünktlichkeit, Ihre Arbeitsweise, damit wie Sie Vereinbarungen und Vorgaben einhalten (glauben Sie Auszubildende tragen gerne Sicherheitsschuhe, wenn die ausbildende Person mit Sneakers zur Arbeit kommt?) oder in Ihrem Umgang mit Kolleginnen und Kollegen.

Auszubildende beobachten und imitieren das Verhalten

Auszubildende beobachten und imitieren das Verhalten von Ausbilderinnen und Ausbildern gerade in unvorhergesehenen oder schwierigen Situationen. Genau dann, wenn es mal eng wird, können Sie Charakterstärke zeigen, indem Sie Ihren Grundansichten treu bleiben und in Ihrem Verhalten verlässlich und berechenbar sind.

Sie können also mit Ihrem eigenen Verhalten bei Ihren Auszubildenden gewünschte Verhaltensweisen hervorbringen und festigen, ohne dass Sie direkt auf sie einwirken oder eine Anweisung geben. Einfach nur, indem sie sich ein Beispiel an Ihnen nehmen. Vorbild zu sein, inspiriert zu Vertrauen, ohne es zu erwarten.

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