Wenn sich Konflikte mit Azubis anbahnen

Wenn sich Konflikte mit Azubis anbahnen

Unzuverlässigkeit, eine hohe Anzahl an Fehltagen, schlechte Leistungen in der Berufsschule oder die Ausbildungsnachweise werden nicht geführt – potenzielle Gründe für Konflikte in der Ausbildung gibt es viele. Auf beiden Seiten.

Wenn sich Konflikte anbahnen, steckt dahinter ein Bedürfnis, das nicht erfüllt wurde. Wir haben das Gefühl, dass uns das Verhalten eines anderen Menschen in unserer Lebensqualität einschränkt.

Andere Menschen sind nicht für unsere Gefühle verantwortlich.

Abbildung: Zwei Frauen stützen ärgerlich die Hände auf den TischJedoch sind andere Menschen nicht für unsere Gefühle verantwortlich. Das Einzige, was unsere Gefühle beeinflussen kann, ist die Haltung, mit der wir reagieren.

Drei Fragen zur Lösung von Konflikten

Bei Konflikten ist es daher wichtig, zunächst einen Schritt zurückzutreten, die „Pause“-Taste zu drücken und den Blick auf uns selbst zu richten. Das gibt uns die Zeit, uns drei kurze Fragen zu stellen, die uns dabei helfen, sachlich zu bleiben.

1. Welches Verhalten stört mich genau? Zunächst sollten wir herausfinden, welches Verhalten uns bei dem oder der Auszubildenden gerade stört und dieses Verhalten sachlich beschreiben.

2. Was löst dieses Verhalten in mir aus? Hier beschäftigen wir uns mit den Gefühlen, die das Verhalten in uns hervorgerufen hat, und kommen so unserem unerfüllten Bedürfnis auf die Spur.

3. Welche Auswirkungen ergeben sich daraus? Erst danach sollten wir uns überlegen, welche Folgen diese Erkenntnisse für uns haben und wie wir nun damit umgehen.

Dieses Vorgehen hilft uns, den Kontakt zu den Auszubildenden nicht zu verlieren. Worte, die wir in einer emotional geladenen Situation sagen, richten oft mehr Schaden an, als dass sie nutzen, und wir bereuen sie später nicht selten. Trennen Sie daher bei Unstimmigkeiten die Person vom Verhalten und bleiben Sie sachlich, statt persönlich zu werden.

Konflikte zu vermeiden ist besser als sie zu lösen

Wichtig ist, Konflikte in einem frühzeitigen Stadium zu erkennen. Nämlich in der Phase, in der wir uns zwar über unsere Auszubildenden ärgern (oder sie sich über uns), jedoch noch keine offenen Schuldzuweisungen oder Drohungen ausgesprochen werden. Gerade dann lassen sich Konflikte noch relativ leicht in den Griff bekommen und Vereinbarung treffen, die für die Zukunft nachhaltig sind.

Noch sinnvoller wäre es, von vornherein darauf hinzuarbeiten, dass Konflikte gar nicht erst entstehen. So müssen wir uns auch nicht die Mühe machen, sie zu lösen.

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