Schwierige Auszubildende? Probleme in der Ausbildung?

Häufige Krankmeldungen, Zuspätkommen, Ausreden weil Ausbildungsnachweise nicht geschrieben werden, unerlaubte Nutzung des Internets, unentschuldigte Fehltage, bis hin zu aggressivem Verhalten.

Manchmal kann es in der Ausbildung zu Schwierigkeiten mit dem Azubi kommen und Ausbilder haben das Gefühl der Azubi tanzt ihnen „auf der Nase rum“. Oft starten die Probleme erst nach der Probezeit oder im weiteren Verlauf der Ausbildung.

Was sind schwierige Auszubildende für Sie?

Gerade wenn sich die Schwierigkeiten mit Auszubildenden häufen, ist es für Ausbilder eine Herausforderung neutral zu bleiben. Vielleicht kennen Sie das auch: In der letzten Zeit gab es immer mehr Probleme mit dem Azubi und nun bemerken Sie bereits beim Gedanken an die nächste Konfrontation eine Veränderung in Ihrer Stimmung oder Ihrem Körper – das kann zum Beispiel Ärger, Wut oder Enttäuschung sein.

Wenn wir das nicht lösen, schaffen wir so übrigens auch die perfekte Basis für Beurteilungsfehler, da wir in unserer Einstellung voreingenommen sind.

Tipp 1: Trennen Sie die Person vom Verhalten und bleiben Sie sachlich anstatt persönlich zu werden!

Trennen Sie die Person vom Verhalten und bleiben Sie sachlich anstatt persönlich zu werden, denn sonst laufen Sie Gefahr, dass sich Ihre vorweggenommene Einschätzung im späteren Verlauf der Ausbildung bestätigt.

Tipp 2: Es geht um Ihre Aufmerksamkeit, die der Auszubildende mit seinem Verhalten einfordert.

Es geht um Ihre Aufmerksamkeit, die der Auszubildende mit seinem Verhalten einfordert.Eines unserer zentralen Grundbedürfnisse als Menschen, ist der Drang nach Bestätigung. Wenn Sie also als Ausbilder diesem Bedürfnis nach Rückmeldungen, gleich ob positiv oder negativ, nicht nachkommen riskieren Sie, dass die Auszubildenden andere Wege finden werden, eine Reaktion zu erzwingen.

Notfalls mit Verhaltensweisen, die eine Reaktion erzwingen. Psychologisch gesehen, ist selbst harsche Kritik oder Ärger immer noch besser als gar kein Feedback und sorgt für Beachtung.

Tipp 3: Regelmäßig in Kontakt bleiben!

Um dieses Risiko zu minimieren ist es hilfreich, wenn Sie als Ausbilder regelmäßig mit dem Azubi in Kontakt bleiben.

Sicherlich kennen Sie die Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow, doch setzen Sie die Erkenntnisse des Konzepts auch beim Umgang mit Ihren Azubis ein? Auch wenn es aktuellere und detailliertere Modelle gibt, hat sie durchaus ihre Berechtigung.

Tipp 4: Denken Sie an die Bedürfnispyramide nach A. Maslow

Nach der Theorie von Maslow, wird der Mensch wird in seinem Verhalten von Bedürfnissen geleitet, die voneinander abhängig sind, indem sie aufeinander aufbauen. Somit lassen sich diese Bedürfnisse als Pyramide darstellen.

Die Grundlage bilden die körperlichen Bedürfnisse Hunger oder Durst, sowie eine grundlegende Sicherheit. An der Spitze hingegen steht das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung, was die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit darstellt. Dieses Bedürfnis kann jedoch erst dann verwirklicht werden kann, wenn alle grundlegenderen Bedürfnisse befriedigt worden sind.

Abbildung der Bedürfnispyramide nach MaslowWenn sich Auszubildende zum Beispiel in einem instabilen familiären Umfeld befinden oder nicht wissen, wie sie (falls sie alleine wohnen) die nächste Miete bezahlen sollen, ist es wahrscheinlich, dass Sie Ihren Azubi nicht mit Aspekten der Selbstverwirklichung, Entwicklungsmöglichkeiten oder interessanten Aufgaben motivieren können.

Prüfen Sie also bei Schwierigkeiten mit dem Auszubildenden, wie Sie zur Lösung des Problems und zur Motivation mit Hilfe der Bedürfnispyramide ansetzten können.

Doch vor allem: Lassen Sie sich nicht provozieren, sonst sind Sie ganz schnell mitten im Machtkampf!

Tipp 5: Lassen Sie sich nicht provozieren, sonst sind Sie ganz schnell mitten im Machtkampf!

Suchen Sie vielmehr das persönliche Gespräch und klären Sie die Gründe des Verhaltens. Überprüfen Sie zusätzlich, ob die Rahmenbedingungen im Unternehmen die Ursache für das negative Verhalten des Auszubildenden sein können.

Stellen Sie dem Auszubildenden weiterhin die Auswirkungen seines aggressiven Verhaltens auf das Unternehmen dar und machen Sie deutlich, welche arbeitsrechtlichen Konsequenzen es für ihn haben kann, wenn er an seinem Fehlverhalten festhält.

Bild von Ausbilderin und Azubi bei Gespräch
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