Wie Sie Azubis richtig loben

Wie Sie Azubis richtig loben

Sicherlich ist Ihnen bewusst, wie wichtig es ist, Ihre Auszubildenden bei guten Leistungen zu loben. Sie fördern damit die Motivation und erkennen ihre Leistungen an. Doch auch bei vermeintlich gut gemeinter Motivation können Fehler passieren, die dann das Gegenteil bewirken.

Formulieren Sie Ihr Lob konkret

Das ist vor allem der Fall, wenn wir Lob allgemein und nicht konkret formulieren. Zum Beispiel: Nehmen wir einmal an, Ihre Auszubildende arbeitet in der Verkaufsabteilung und berät Kunden. Aus Ihrer Sicht ist heute ein Kundengespräch besonders gut gelaufen, weshalb Sie Ihre Anerkennung durch ein Lob ausdrücken wollen. Sie sagen also zu Ihrer Auszubildenden: „Heute hast du diese Kundenberatung besonders gut gemacht.“ Vielleicht wird sich Ihre Auszubildende im ersten Moment sogar über Ihre Worte freuen. Problematisch wird es jedoch, wenn sie nicht erkennen kann, was sie gut gemacht haben soll. Wenn sie nicht verstehen kann, auf welche besonderen Bestandteile Sie Wert legen, kann sie diese nicht wiederholen. Damit bauen Sie ungewollt Druck auf und lassen die Auszubildende mit der Suche nach Antworten alleine.

Sinnvoller ist es, den Anlass des Lobes so konkret wie möglich zu beschreiben.

So können Sie etwa sagen: „Du hast im heutigen Gespräch die Wünsche des Kunden besonders gut herausgefunden, da du ganz genau erfragt hast, was ihm wichtig ist. Deshalb konntest du ein passgenaues Angebot machen. Das ist sehr gut.“
Damit weiß Ihre Auszubildende, was genau dieses Mal gut gelaufen ist, was Sie erwarten und wie sie diesen Zustand beim nächsten Mal wieder herstellen kann.

Noch wichtiger ist eine genaue Beschreibung von Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft oder Zuverlässigkeit, denn diese haben für jeden eine andere Bedeutung. Versuchen Sie, diese künftig genau zu formulieren.

Achten Sie also verstärkt darauf, wie Sie Ihr Lob formulieren.

Rückmeldung zu geben, bedeutet nicht unbedingt zu loben

Ein Lob ist etwas völlig anderes ist als eine Rückmeldung. Eine Rückmeldung, muss nicht positiv sein. Auch, dass Sie mit etwas nicht zufrieden sind ist ein Feedback. Es geht dabei ebenfalls um die Verbesserungen der Leistungen der Auszubildenden.

Eine ehrliche Leistungsbereitschaft entsteht jedoch nur, wenn Azubis regelmäßiges Feedback erhalten. Mit regelmäßigen Rückmeldungen und Lob, haben unsere Azubis die Chance zu wachsen und besser zu werden.

Abbildung von zwei Ausbildern
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